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Der Ybbser Wasserdienst und seine Geschichte



GESCHICHTE


Gründer der Wasserwehr Ybbs:

Die Donau, Schicksalsstrom und Lebensquell der Stadt durch viele Jahrhunderte und heute noch die große Hoffnung, trat oftmals aus den Ufern und vernichtete wertvolles Hab und Gut der Ybbser Bürger. Das Wasser bahnte sich nach der Schneeschmelze und nach lang anhaltenden Regen willkürlich seinen Weg und brachte erhebliche Verwüstungen und höchste Gefahren, besonders in der Unteren Stadt und in der Vorstadt Angern.


Von den schweren Hochwässern aus frühester Zeit sind nur spärliche Aufzeichnungen vorhanden.


1488 wurde die Stadt überflutet und schwer beschädigt. Ein Teil der Stadtmauer ist eingestürzt und ca. 20 Häuser brachen durch Unterwaschung ein. Da auch die kaiserliche Burg und die Mauthäuser gelitten hatten, muss angenommen werden, dass das Hochwasser bis in die obere Stadt reichte.


Auch 1501 brachte eine Überschwemmung in großer Höhe beträchtliche Schäden.


Ist der hohe Wasserstand die Folge eines Eisstoßes, so spricht man von einer „Eisgüß”. Die Chronik erzählt, dass am 29. Jänner 1709 ein Eisstoß bis nach Donaudorf reichte, wo er von einem 16-jährigen Ybbser, Michael Grandauer,

übersetzt wurde.


1715 erstreckte sich ein Eisstoß sogar bis nach Willersbach. Dieser war so stark, dass er sogar mit beladenen Fuhrwerken überquert werden konnte.


Dass sich aber die Feuerwehr schon seit langem mit dem Wasserdienst befasst, zeigt die diesbezügliche erste Aufzeichnung im Gedenkbuch der Feuerwehr Ybbs vom 5.Oktober 1879.




Außergewöhnliche und für die Stadt Ybbs hohe Wasserstände brachten die Jahre 1682, 1787, 1862, 1883, 1890, 1897, 1899 und 1920.



Die letzten großen Hochwässer der Jahre 1954, 1975, 1991 und 2002 sind bestimmt noch einem Großteil der Ybbser in Erinnerung.



Hochwasserkatastrophe vom 8. bis 26.Juli 1954
08.7.1954 Pegelstand 468
09.7.1954 Pegelstand 665. Vorhersage: Starker Regen. Donau im Oberlauf weiter stark steigend.
10.7.1954 Pegelstand 745. Die Donau hat bereits große Teile der Stadt überschwemmt. Bei der angekündigten, weiterhin stark steigenden Tendenz, kündigt sich bereits die Katastrophe an. Alle verfügbaren Kräfte werden eingesetzt. Hauptsächlich werden Kellerräume, Betriebsstätten, Geschäftslokale, aber auch Wohnungen geräumt und evakuiert. Menschen werden in Sicherheit gebracht. Da die eigenen Kräfte nicht mehr ausreichen, kommen Feuerwehren aus der Umgebung von Ybbs zum Einsatz. Landesfeuerwehrkommandant Drexler und der Leiter der NÖ Landesfeuerwehrschule Tulln, DI Lurf, kommen in das Einsatzgebiet.
11.7.1954 Pegelstand 890 und die Donau steigt weiter. Zu den eigenen Feuerwehrleuten und denen aus der Umgebung stoßen Zillen aus Lunz/See, Hohenberg, Hubertendorf und von der Strombauleitung Ybbs. Die Feuerwehr St. Pölten entsendet ein Schlauchboot mit 10 Mann. Vom Landesgendarmeriekommando Burgenland kommt ein Motorboot.
12.7.1954 Um die Mittagszeit erreicht die Donau den höchsten Pegelstand von 970. Bundeskanzler Ing. Julius Raab kommt, auf seiner Besichtigungsreise durch das NÖ Katastrophengebiet, auch nach Ybbs und ließ es sich als alter Pionier nicht nehmen, selbst das Ruder zu ergreifen, um mit Kommandant Steiner, Vizebürgermeister Traxler, LM Rudolf Stöger und einem Feuerwehrmann aus Lunz mit einer Feuerwehrzille in die „Untere Stadt” zu fahren.
14.7.1954 Pegelstand 915. Langsam geht die Donau wieder zurück. Die Standzille der Rollfähre wird in Angern angeschwemmt und muss ausgepumpt werden.
16.7.1954 Bundesfeuerwehrkommandant und Polizeipräsident Holaubek, Landesfeuerwehrkommandant Drexler und dessen Stellvertreter Schmid, sowie DI Lurf besichtigen die Schäden der noch immer überfluteten Stadt.
17.7.1954 beginnen die Aufräumungs- und Auspumparbeiten soweit es der Grundwasserspiegel zulässt. Während der gesamten Einsatzdauer wurden die betroffenen Bewohner laufend mit Trinkwasser, Lebensmittel und der Post versorgt. Auch die Ärzte wurden für ihre Krankenbesuche mit den Zillen zu den Patienten befördert. Bis 26.7.1954 dauerte der ständige Einsatz der Feuerwehr Ybbs, wobei 24 Wasserfahrzeuge zur Personenbeförderung und Versorgung der Bevölkerung sowie Tragkraftspritzen und Wasserstrahlpumpen zu den Aufräumungsarbeiten im Einsatz waren. Während der Dauer dieser Hochwasserkatastrophe waren die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Ybbs/Donau 4.789 Stunden im Einsatz, um den betroffenen Mitbürgern in ihrer Not zu helfen.



Markante Ereignisse des Wasserdienstes Ybbs
01.04.1893 Erste Aufzeichnungen über die Gründung einer Zillenfahrerabteilung in der Feuerwehr Ybbs. Das Geländer des oberen und unteren Stadtgrabenweges wird mit Gasrohren zur Wasserführung hergestellt.
01.10.1906 Lorenz Karl beantragt, die Zillenfahrer als eigene Wasserwehr aufzustellen. Die Übungsfahrten wurden dann oft bis Melk und Krems übernommen.
Feb.1920 Großes Donauhochwasser
09.03.1929 Herr Lorenz Karl, der Gründer der Wasserwehr wird zum Hauptmann gewählt.
04.03.-07.03.1956 Hochwassereinsätze
01.09.1956 1.NÖ Wasserwehrwettkämpfe in Tulln. Die Ybbser Teilnehmer aus der Wasserwehr erwerben dabei das Leistungsabzeichen in Bronze.
21.-27.07.
und 14.-16.08. 1959
Hochwassereinsätze nach Überflutungen von Donau und Ybbs
21.04.1962 Ein Sturmboot mit 40 PS wird der Feuerwehr Ybbs zugeteilt. Mehrere Kameraden erwerben das Schiffsführerpatent für die gesamte österreichische Donau, um das Boot bedienen zu dürfen.
11.04.-20.04.1965 Hochwassereinsätze. Höchststand am 16.April mit Pegelstand 770. Sämtliche Feuerwehren des Abschnittes Ybbs werden im Gemeindegebiet eingesetzt. Durch zeitgerechte Verständigung, rechtzeitige Alarmierung und richtige Beurteilung der jeweiligen Lage konnte durch Ausräumen von Kellern, Geschäften und Wohnräumen in den tiefer gelegenen Teilen der Stadt größerer Schaden abgewendet werden. Der Einsatz dauerte an die 1.600 Stunden.
10.08.-14.08.1970 Donauhochwasser.
12.07.1974 Gemeinsame Ölalarmübung der NÖ und OÖ Feuerwehren im Stauraum des Kraftwerkes Wallsee. EBR Dr. Mörtl war Einsatzleiter der NÖ Feuerwehren. Die Feuerwehr Ybbs nahm mit dem Sturmboot und der Funkleitstelle an dieser Übung teil.
08.07.-12.07.1974 Hochwassereinsätze
01.07.-07.07.1975 Hochwasser der Donau, Höchststand 805. Bei diesen Einsätzen waren auch die Feuerwehren aus Kemmelbach, Karlsbach, Neumarkt und Petzenkirchen in Ybbs tätig.
16.08.1975 1. Wasserdienstgrundlehrgang mit Prüfung außerhalb der Landesfeuerwehrschule Tulln in Ybbs. In der Folge werden diese regelmäßig in Ybbs abgehalten.
09.09.1975 Bei den Landeswasserwehrleistungsbewerben in Ardagger erreichen im Bewerb Bronze A die beiden Kameraden Fischer und Ortmüller den Landessieg. Die Feuerwehr Ybbs war bei diesen Bewerben die erfolgreichste und bot sich an, die Bewerbe 1976 in Ybbs auszurichten.
27.08.1976 Übernahme eines neuen A-Bootes, Marke Johnson, mit 70 PS.
09.09.-12.09.1976 20. NÖ Landeswasserwehrleistungsbewerb in Ybbs. An den Bewerben nahmen 800 Zillenbesatzungen teil. Die Siegerehrung wurde nach einer Wasserdienstvorführung an der Donaulände bei der Stadthalle durchgeführt.
11.09.1977 Landeswasserwehrleistungsbewerb in Melk. Für die Feuerwehr Ybbs erreichen die Kameraden Fischer, Amstler, Furtlehner und Bruckner zwei erste und zwei zweite Ränge. Die Ybbser Feuerwehr war damit die erfolgreichste im NÖ Wasserdienst.
26.01.1978 Das alte „Hilscher Kino” wird zur Unterbringung der Wasserfahrzeuge adaptiert.
16.02.1979 Suchaktion nach einem PKW an der Donaulände. Das Fahrzeug wurde gefunden, der Lenker leider nicht. Eissprengung im Mühlbach bei der Fa. Pöchhacker.
29.07.1979 1. Bezirkswasserwehrleistungsbewerb des Bezirkes Melk in Ybbs.
20.07.1981 Hochwassereinsatz. Bergung eines PKW vom Donauspitz.
06.09.1981 3. Bezirkswasserwehrleistungsbewerb des Bezirkes Melk in Ybbs.
09.10.1981 Öleinsatz auf der Enns bei Ernsthofen. Das A-Boot wurde beim Versetzen von Ölsperren eingesetzt.
28.07.1985 Als Vorbereitung für die Landesbewerbe wird in Ybbs der Bezirkswasserwehrleistungsbewerb mit 250 Zillenbesatzungen durchgeführt.
25.08.1985 Zum zweiten Mal wurde die Feuerwehr Ybbs vom NÖ Landesfeuerwehrverband mit der Durchführung der Landeswasserleitungsbewerbe betraut. Es nahmen 811 Zillenbesatzungen daran teil. Siegerehrung und feierlicher Abschluss der Bewerbe war dann am Hauptplatz.
13.08.1985 Aufräumungsarbeiten nach Donauhochwasser.
22.08.-25.08.1985 Zum zweiten Mal wurde die Feuerwehr Ybbs vom NÖ Landesfeuerwehrverband mit der Durchführung der Landeswasserwehrleistungsbewerbe betraut. Es nahmen 811 Zillenbesatzungen daran teil. Siegerehrung und feierlicher Abschluss der Bewerbe war dann am Hauptplatz.
17.12.1985 PKW Bergung aus der Donau in Zusammenarbeit mit der Taugruppe West.
19.10.1987 PKW Bergung aus der Donau nach einem Verkehrsunfall
04.12.1988 Öleinsatz im Mühlbach, oberhalb der Auhofbrücke werden mehrere Ölsperren gesetzt, als Bindemittel wird Ekoperl aufgebracht und abgesaugt.


!!!Die Vervollständigung der Geschichte erfolgt in der nächsten Zeit!!!

Einsätze Bez. Melk
Aktuelle Einsatzübersicht NÖ

Wetterwarnung
Unwetterzentrale heute

Pegel NÖ
Aktueller Pegel Donau (Ybbs)

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